Drusus Daraios Diocletian

Name, Profession Drusus Daraios Diocletian
Spion, Infiltrator, Attentäter und Verführer
Herkunft La Serena
Derzeitige Tätigkeit Essen und Schlafen
Hier findet man ihn für gewöhnlich Töpfe ausschlecken, im Wald herumwandern und mit dem Bogen üben, in Kaschemmen und in den Gassen die Ohren aufhalten
Die Kampfküche ist für ihn Die Heimat und Familie, die er nie hatte
Er dient dem großen Lukull, weil er keinen Wein und Schnaps verträgt und nicht tanzen kann - und deshalb aus dem Ayatempel geflogen ist.
Ein Zitat von ihm: "Wie findet Ihr meinen Hut, Madame? Oh, er kann euch sicher zur rechten Stund nützlich sein!"
Gespielt von Merlin


Es war an einem stürmischen Sommertag, als Drusus Daraios Diocletian das Licht der Welt erblickte. Er war der Sohn eines Praetors und einer reichen Patricierin. Beide Eltern stammten aus angesehnen, alten Familien und waren sehr darum bemüht, dass Drusus diesem Umstand nicht schaden würde. So wurde der Knabe auf den Stufen des Aja Tempels in einem Binsenkorb zurückgelassen. Die Priesterinnen fanden das Kind und nahmen es auf. So wuchs Drusus in der Liebevollen Umgebung des Aja Kultes zusammen mit vielen anderen Kindern auf, die im Zuge der kultischen Handlungen ihrer Mütter auf die Welt berufen worden waren. So lernte der Knabe von klein auf die Kunst vom Minnesang, lernte wie der Würzwein zu mischen ist und wie das Süßholz am besten geraspelt werden muss. Der Aja Tempel war in Serenaja sehr angesehen und die Priesterinnen und Tempeldiener lebten in luxeriösem Glanz und Überfluss. Für Drusus war sehr schnell klar, dass er zwar ein begeisterter Anhänger der Aja werden, sich allerdings zum Tempeldiener nicht eignen würde. So haben viele geduldige arme Seelen viel Lebenszeit geopfert, den Knaben die Kunst des Saitenspiels oder eines anderen Ajagefälligen Instrumentes zu lehren - allerdings ohne den wohlverdienten Erfolg. Außerdem war Drusus ein absolut hoffnungsloser Fall, was die Kunst des Zechens anging. Trotz frühester Gewöhnungsversuche - oder vielleicht auch wegen dieser Bemühungen - war Drusus nicht im Stande die rituellen Getränke während eines großen Zeremoniums zu genießen und dabei noch Minne- oder wenigstens halbwegs zurechnungsfähig zu bleiben. Auch mochte er nicht tanzen und trat mit seinen großen Füßen seinen Gegenübern zu häufig auf die Füße. Obwohl Drusus in anderen Ajagefälligen Künsten brillierte, wurde recht schnell klar, dass er sich eine andere Profession und über kurz oder lang auch einen anderen Wohnort suchen müsse. Ein Ajapriester der keinen Wein vertägt, nicht vernünftig zu tanzen oder zu aufzuspielen versteht, ist wie ein Krieger ohne Arme. Zwei kräftige Arme hatte Drusus in der Tat. So verbrachte der heranwachsende junge Mann viel Zeit im Nahegelegenen Tempel des Kriegsgottes Ares. Mit Begeisterung las er in den alten Aufzeichnungen und Schriften über vergangene Schlachten und Kriegskunst. Er beobachtete die Akoluthen beim Training mit Schild, Kurzschwert oder Rutenbündel. Dies tat er so lange und so regelmäßig, bis er eingeladen wurde mitzumachen. Die Aresgläubigen kannten den Jungen aus dem Nachbartempel und viele der Frauen die dort waren, hatten die Ajagefälligen Künste, die Drusus beherrschte, in guter Erinnerung. So kam es, dass Drusus eine neue Bestimmung finden sollte. Seine Mannwerdung feierte er im Tempel des Ares. Seine erste ehrliche Arbeit sollte es werden, ein Mitglied der Stadtwache zu sein. Als Stadtgardist erlernte Drusus neben Schild und Kurzwaffe auch den Umgang mit dem Bogen. Auch wenn er den Nahkampf bevorzugte stellte er sich für die Bogenkunst als nicht untalentiert heraus. Drusus hielt es nicht lange in Serenaja. So zog er auf Wanderschaft hinaus und fand stets Arbeitgeber, die für Drusus vielseitige Talente gute Münze bezahlten. Der Handel mit Informationen stellte sich als sehr lukrativ heraus. Ebenso gab es genug zu tun, um die eher gröberen Begabungen Drusus einzusetzen. Drusus wurde Söldner. Er war Söldner, der im Heerzug marschieren, aber noch viel eher einer, der allein in den feindlichen Reihen operieren konnte. Seine Wortgewandtheit öffnete manches Tor. Es kam der Tag, an dem Drusus einem Auftraggeber begegnen sollte, der sein Leben verändern sollte. Durch die Begegnung mit der Lukultistischen Kampfküche wurde nicht nur aus einem leichtfüßigen hageren jungen Mann ein kräftiger Krieger mit saftigen Hüften. Der bunte Haufen der Abenteurer um den Kult der Verehrer von Mahlzeit und Herdfeuer hatten sich als angenehme Gesellschaft und gute Freunde erwiesen. So blieb Drusus bei den Lukultisten und reiste mit ihnen durch die Lande. Vielleicht war dies genau der richtige Umgang um das dunkle Geheimnis zu verbergen, das Drusus mit sich trug...